Ein Ort namens Ursidongus





Am Ursidongus genannten Ort entstanden die Stadt Saint-Ghislain und ihr Kloster. Geführt von einer Bärin (ursi) und einem Adler, durchzog der legendäre athenische Mönch Ghislain oder Gislenius lange vor dem Jahre 1000 unser Land, um es zu christianisieren. Dank seiner Frömmigkeit erwarb er sich die Achtung des guten Königs Dagobert, der ihm die Länderein zum Geschenk machte, auf denen ein Kloster auf einer grabhügelförmigen Erhebung (Dongus) thronte.
Im Laufe der Jahrhunderte machte das Kloster die weitläufigen umliegenden Wälder urbar und legte zahlreiche Sümpfe trocken. Die Zahl der Gehöfte und Kapellen nahm stetig zu und bildete schließlich ein Dorf, aus dem eines Tages die Stadt Saint-Ghislain hervorgehen sollte.

Bereits im 13. Jahrhundert schürften hier Leibeigene nach Kohle. Die Stadt wuchs im Schatten des Klosters und überstand Belagerungen, Feuersbrünste und Seuchen mehr oder weniger glücklich.
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