Nutzung von Erdwärme





Der erste Einbau einer Erdwärmeanlage in Saint-Ghislain geht auf den Herbst des Jahres 1985 zurück. Die Nutzung von Erdwärme im Stadtgebiet von Saint-Ghislain konzentriert sich vor allem auf Fernwärme, genauer gesagt auf die Beheizung von Schulhäusern, Sportstätten sowie Gebäuden sozialer Einrichtungen.
Wie funktioniert unsere Fernwärme?

Begleiten wir das geothermische Wasser auf seiner Reise. Dieses je nach Bedarf aus den städtischen Brunnen Saint-Ghislains entnommene Wasser wird dem Fernwärmewerk zugeleitet, wo es im Wärmetauscher seine gespeicherte Wärme an das Wasser des Fernwärmenetzes abgibt, wodurch das geothermische Wasser von 70° auf 40° abgekühlt wird.

Das derart abgekühlte geothermische Wasser verlässt nach diesem Wärmetausch das Fernheizwerk und wird zunächst den Stadtgärten zugeführt, bevor es anschließend zur Schlammvorwärmung in der Kläranlage Wasmuel verwendet wird. Anschließend dient dieses Wasser noch zwei weiteren Wärmetauschprozessen, von denen später noch die Rede sein wird, bis es schließlich mit einer Resttemperatur von um die 30° in den Haine-Fluss zurückgeführt wird, womit nicht zuletzt den Vorschriften zum Schutz von Wasserläufen entsprochen wird.

Neben Wärmetauschern ist das Fernheizwerk zudem mit herkömmlichen Heizkesseln ausgestattet, um im Bedarfsfall zusätzliche Wärme erzeugen oder das Netzwasser selbstständig auf die notwendigen Temperaturen bringen zu können.


3 Verwendungsstufen werden durchlaufen:
  • Fernwärme: das verwendete geothermale Wasser wird auf eine Temperatur von ca. 40 abgekühlt.
  • Dieses Wasser dient anschließend den städtischen Gewächshäusern mit der Energie, die sich zwischen 40° und 35° gewinnen lässt.
  • Weiters wird dasselbe Wasser für die Schlammvorwärmung in der Kläranlage Wasmuel verwendet, wo zum Teil ebenfalls die vorhandene Energie zwischen 35° und 40° ausgenutzt wird.


Diese „Kaskadennutzung“ ermöglicht zunächst einen höchstmöglichen Beitrag des Warmwassers zur Fernwärme, danach die ideale Ausnutzung des Temperaturpotentials im geothermalen Wasser und schließlich einen wichtigen Schritt für den aktiven Umweltschutz.

Mehr Informationen : www.energie.wallonie.be



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